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Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Eisbacher Straße 2, 84326 Falkenberg - GPS: 48.4351080, 12.6983880 - Download Audioguide (4,59 MB)

Zeittafel

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Bauteile und Ausstattung

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Gesamtbau

Stattliche Pfarrkirche gleich neben dem ehemaligen Schloss in Taufkirchen. Langhaus und Presbyterium liegen unter einem einheitlich durchlaufenden nach Osten abgewalmten Satteldach. Um das ganze Gebäude läuft eine Sohlbank auf Höhe der Fensterunterkanten. Der Turm steht auf der Nordseite des Presbyteriums, die Sakristei im Süden.

Langhaus

Das Langhaus hat fünf Joche und keine Strebepfeiler. Im Inneren stützen die Seitenwände spitzbogige Wandpfeilernischen. Ihnen sind polygonale Dienste vorgestellt, die ein einfaches Netzrippengewölbe mit Trichterförmigen Ansätzen tragen. Aus den Diensten wachsen je drei Rippen, die mittlere bildet mit ihrem Gegenüber die Jochgrenze, die beiden anderen fassen die Stichkappen ein. Die Spitzen der Kappen sind mit Rippen verbunden und durch Diagonalrippen in der Jochmitte zu einem sechsstrahligen Stern verbunden. In der Westwand sind drei Maßwerkfenster eingebracht, davor steht die hölzerne Orgelempore.

Grabdenkmal

Das Rotmarmorgrabdenkmal stammt aus dem 15. Jahrhundert (Karlinger). Es trägt das Wappen der Grafen von Taufkirchen und die Inschrift: „an · dni · m° · cccc° · hir · sind · begraben · d … ing · pet und · harprcht · und · ir · vor · ...” (Bearbeiter Drost 18.03.2021).

Quellen: Karlinger, Hans (Bearb.), 1923, Die Kunstdenkmäler von Niederbayern VIII Bezirksamt Eggenfelden, S. 203

Bearbeiter, , Ludger Drost

Grabdenkmal

Ikonografie: Wappen

Das Kalkstein-Grabmal eines 1472 verstorbenen Vikars zeigt den Verstorbenen in einer Ritzzeichnung in priesterlicher Kleidung mit einem Kelch in der Hand. Aus der Inschrift ist der Namensbestandteil „Oswald” zu entziffern. Zu seinen Füßen steht ein Wappen mit zwei gekreuzten Ästen über drei Hügeln und den Buchstaben E S. Die Inschrift lautet (soweit lesbar): „an. · dni · m° cccc° lxxii · … p.aan · oswaldi · obiit honlis. · vir · dn... · vicar. hui. · loci · c. · aia. · requiesct · i · pace · amen” (Bearbeiter Drost 18.03.2021). Bei Karlinger wird das Sterbedatum irrtümlich mit 1477 angegeben.

Quellen: Karlinger, Hans (Bearb.), 1923, Die Kunstdenkmäler von Niederbayern VIII Bezirksamt Eggenfelden, S. 203

Grabdenkmal

Das Rotmarmor-Grabdenkmal von 1500 ist der Frau Perkhofer, Witwe des Hans Zeller gewidmet. Die Inschrift ist nur teilweise lesbar. Karlinger gibt den Inhalt wie folgt wieder: „…graben · die · Edl · tvgent..ft · fra…pergkhofferin..(wie)il(andt) ha(nns)en Zeller · zw Zell (ge)lasene · witib · die · gestorben Ist an Eritag des · newen · ..rst.. allz · man · zalt · vom · Cristi · gebvrdt in ... Jar · der · got gendadig · vnd · barmherzig sein Welle · am(en)”. Von den beiden, unten abgebildeten Wappen scheint jenes mit dem Einhorn zu den Berghofer zu gehören und jenes mit dem Ast den Zellern (Bearbeiter Drost 18.3.2021).

Quellen: Karlinger, Hans (Bearb.), 1923, Die Kunstdenkmäler von Niederbayern VIII Bezirksamt Eggenfelden, S. 203

Bearbeiter, , Ludger Drost

Presbyterium

Das Presbyterium hat zwei Joche und einen Schluss aus fünf Seiten eines Achtecks. Es hat keine Strebepfeiler und wird im Inneren durch umlaufende Wandpfeilerstellungen getragen. Dienste und Netzrippen entsprechen in ihrer Form jenen des Langhauses. An den Seitenwänden befinden sich einfache Oratorien.

Turm

Der Turm ist ungegliedert. Im obersten Geschoß befinden sich allseits je zwei schmale Schallöffnungen. Der achteckige Helm wird an den Ecken von vier Eckzinnen eingefasst. Das Erdgeschoss des Turms wird von einem Kreuzgewölbe gedeckt.

Sakristei

Die zweigeschossige Sakristei hat ein einfaches an das Presbyteriumsdach angeschlepptes Pultdach.

Nachmittelalterliche Ausstattung

Der Hochaltar, die zwei Seitenaltäre, die Kanzel, sowie der Kreuzweg entstehen um 1890. Das Chorbogenkreuz entsteht in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Bearbeiter Drost 18.03.2021). Ein Gemälde mit der Darstellung des Ölbergs entstand Mitte des 18. Jahrhunderts (Karlinger 1923, S. 203).

Quellen: Karlinger, Hans (Bearb.), 1923, Die Kunstdenkmäler von Niederbayern VIII Bezirksamt Eggenfelden, S. 203

Bearbeiter, , Ludger Drost

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