Stattliche Pfarrkirche gleich neben dem ehemaligen Schloss in Taufkirchen. Langhaus und Presbyterium liegen unter einem einheitlich durchlaufenden Satteldach. Um das ganze Gebäude läuft eine Sohlbank auf Höhe der Fensterunterkanten. Der Turm steht auf der Nordseite des Presbyteriums, die Sakristei im Süden.
Das Langhaus hat fünf Joche und keine Strebepfeiler. Im Inneren stützen die Seitenwände spitzbogige Wandpfeilernischen. Ihnen sind polygonale Dienste vorgestellt, die ein einfaches Netzrippengewölbe mit Trichterförmigen Ansätzen tragen. In der Westwand sind drei Maßwerkfenster eingebracht, davor steht die hölzerne Orgelempore.
Das Rotmarmorgrabdenkmal stammt aus dem 15. Jahrhundert . Es trägt das Wappen der Grafen von Taufkirchen.
Ikonografie: Wappen
Das Kalkstein-Grabmal eines 1472 verstorbenen Vikars zeigt den Verstorbenen in einer Ritzzeichnung in priesterlicher Kleidung mit einem Kelch in der Hand. Aus der Inschrift ist der Namensbestandteil „Oswald” zu entziffern. Zu seinen Füßen steht ein Wappen mit zwei gekreuzten Ästen über drei Hügeln und den Buchstaben E S.
Das Rotmarmor-Grabdenkmal von 1500 ist der Frau Perkhofer, Witwe des Hans Zeller gewidmet.
Das Presbyterium hat zwei Joche und einen Schluss aus fünf Seiten eines Achtecks. Es hat keine Strebepfeiler und wird im Inneren durch umlaufende Wandpfeilerstellungen getragen. Dienste und Netzrippen entsprechen in ihrer Form jenen des Langhauses.
Der Turm ist ungegliedert. Im obersten Geschoß befinden sich allseits je zwei schmale Schallöffnungen. Der achteckige Helm wird an den Ecken von vier Eckzinnen eingefasst. Das Erdgeschoss des Turms wird von einem Kreuzgewölbe gedeckt.
Die zweigeschossige Sakristei hat ein einfaches Pultdach.